01 Was Geschehen Ist

Veolia Water Technologies meldete die Unterstützung zweier Sabesp-Modernisierungen im Bundesstaat São Paulo. Das Trinkwasserwerk Rio Grande erhält eine Ultrafiltrationsanlage mit 725 L/s. Im Abwasserwerk Campos do Jordão soll die MBR-Kapazität von 250 auf 460 L/s steigen. Nicht veröffentlicht wurden Auslegungsflux, Nettorückgewinnung, Ablaufgarantien, Projektwert oder Inbetriebnahmetermin.

02 Kernaussagen

  • 01 Rio Grande: 725 L/s neue UF-Nennleistung, etwa 62.600 m³/d.
  • 02 Campos do Jordão: plus 210 L/s MBR-Kapazität, rund 84 Prozent.
  • 03 Die technische Prüfung sollte Nettoleistung, Redundanz, Reinigungsabwasser, Energie und Membranersatz abdecken.

03 Warum Es Wichtig Ist

Eine zusätzliche Ultrafiltrationsleistung von 725 L/s entspricht nominal rund 62.600 m³/d, jedoch nicht der gesicherten Nettoleistung.

In der Auslegung sind Rückgewinnung nach Rückspülung und chemisch unterstützter Rückspülung, Temperatureinfluss auf den Flux, Vorbehandlung, Redundanz der Membranstraßen, Integritätstests, CIP-Verfügbarkeit und die hydraulische Kapazität der Reststoffbehandlung zu prüfen. Andernfalls verlagert die UF Feststofffracht und Chemikalienbedarf lediglich in den Abwasserstrom.

04 ATLAS-Engineering-Perspektive

Die MBR-Kapazität in Campos do Jordão steigt von 250 auf 460 L/s und damit um etwa 84 Prozent auf knapp 39.700 m³/d. Kritisch sind Spitzenzuflüsse bei Regen, Feinrechen, biologische Belastung, SRT- und MLSS-Betriebsfenster, Sauerstoffübertragung, Membranbelüftung, Permeatpumpen, Reinigungsstrategie und Schlammabfuhr. Die kompakte Bauweise senkt nicht automatisch die TCO; Energie, Membranersatz, Chemikalien, Bedienkompetenz und Redundanz bleiben maßgeblich.

05 Quellen