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  • Category: Capital Projects & Infrastructure
  • Topic: Recycled Water for Data Centres
  • Region: Asia-Pacific
  • Signal Type: Recycled Water Allocation / Industrial Demand
  • Published Date: 2026-10-06

01 What Happened

ABC News berichtete am 6. Oktober, dass Sydney Water eine klare Möglichkeit sieht, Recyclingwasser für Rechenzentren aus der neuen Badu Yarragul Water Resource Recovery Facility in Kemps Creek bereitzustellen.

Die Anlage wurde im September eröffnet und behandelt derzeit etwa 35 ML/d Abwasser; eine Erweiterung auf 70 ML/d ist vorgesehen. Sie kann bis zu 140,000 neue Haushalte und Unternehmen einschließlich des Umfelds des Western Sydney International Airport unterstützen. Das aufbereitete Wasser ist für nicht-trinkwasserbezogene industrielle und gewerbliche Nutzungen vorgesehen.

Sydney Water erklärt auf seiner speziellen Rechenzentrumsseite, dass diese Nutzer hohe, räumlich konzentrierte Wassermengen benötigen und dass Recyclingwasser priorisiert werden soll. Sehr große Nutzer sollen zudem die tatsächlichen Versorgungskosten tragen, ohne Haushaltskunden zusätzlichen Kosten oder Versorgungsrisiken auszusetzen.

Laut ABC soll auch das bis 2032 geplante Projekt Camellia-Rosehill Recyclingwasser für Rechenzentren liefern. Eine konkrete Zuteilung aus Badu Yarragul an einzelne Kunden wurde noch nicht veröffentlicht.

02 Key Takeaways

01 Badu Yarragul schafft eine neue Recyclingwasserquelle von aktuell etwa 35 ML/d mit geplanter Erweiterung auf 70 ML/d.

02 Rechenzentren sind nun ausdrücklich Teil der Recyclingwasserplanung, konkrete Kundenmengen sind jedoch noch nicht veröffentlicht.

03 Die zentrale Frage verschiebt sich von reiner Behandlungskapazität hin zur Verteilung einer Resilienzressource zwischen Haushalten, Industrie und weiteren Nutzungen.

03 Why It Matters

Rechenzentren können große, konzentrierte Wassermengen mit hoher Versorgungssicherheit benötigen. Recyclingwasser entlastet das Trinkwassersystem, wird dadurch aber zugleich zu einer industriellen Versorgungsressource.

Planer müssen saisonale Abwassermengen, Anlagenverfügbarkeit, Speicher, Netzkapazität, Kühlspitzen, Dürre und Backup-Versorgung gemeinsam bewerten.

John Holland nennt fortgeschrittene Aufbereitung und mehr als 40 km Leitungen für behandeltes Wasser und Sole. Damit entsteht Infrastruktur für ein breiteres zirkuläres Wassersystem.

04 ATLAS Engineering View

ATLAS sieht die Kernaufgabe in nutzungsangepasster Wasserqualität und systemweiter Wasserbilanz. Für Kühlung ist nicht automatisch Trinkwasserqualität erforderlich, doch die Chemie des Recyclingwassers muss zum Kühlsystem passen.

Zu prüfen sind conductivity/TDS, Härte, Alkalinität, silica, chloride, Nährstoffe, mikrobiologische Kontrolle und Eindickungszyklen. Diese Größen beeinflussen scaling, corrosion, blowdown und Chemikaliendosierung.

Ebenso wichtig sind Speicher, Redundanz und Backup. Badu Yarragul zeigt damit ein Modell, in dem Abwasserbehandlung, Recyclingwassernetz und industrielle Großverbraucher gemeinsam geplant werden.

05 Sources